0275               Freitag              14. November 2003,           19.00 Uhr

                       Thema               Moskau - Twer - Rshew

                                                 "Sag' mir, wo finde ich die Gräber in den Weiten Rußlands?"

                                                 (Lichtbildervortrag).

                  Referent            Ulrich  Galandi, Berlin

                  O r t                  Bürgertreff im S-Bahnhof Berlin-Lichterfelde West

                                                 Hans-Sachs-Str. 4 e           12205 Berlin

 

Im September 2002 konnten wir mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge eine Reise zur Einweihung eines gemeinsamen Friedhofs beider Nationen antreten; am Ort, wo vor 60 Jahren mein Vater gefallen ist. -

Am 24.09.2002 ging es per Flugzeug von Berlin über Wien nach Moskau, eine Zwölf-Millionen-Stadt. An den zwei Tagen in Moskau haben wir den Kreml und den Roten Platz besichtigt; an einem Abend waren wir im Bolschoi-Theater zu einer Aufführung des Balletts Giselle. Besucht wurde auch ein Friedhof, auf dem deutsche Kriegsgefangene bestattet wurden. Dann bezogen wir Quartier in Twer, einer sehr alten Handelsstadt, direkt an der Wolga gelegen, mit alten Kirchen und vielen Fachwerkhäusern. Weiter ging es per Bus zu dem eigentlichen Ziel, der Stadt Rshew.

Dort wurden wir von dem Bürgermeister der Stadt empfangen. Anschließend hatten wir als Gäste aus Deutschland eine herzliche Begegnung mit den Einwohnern. Es folgte ein buntes Programm für Jung und Alt. Am Nachmittag fand eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Kriegers statt.

 

Am 28.09.2002 war dann der Tag der Einweihung der beiden nebeneinander liegenden Friedhöfe. Es war eine sehr würdige Feierstunde, an der rund 2000 Personen, Veteranen beider Seiten, Bürger der Stadt sowie ca. 260 Gäste teilgenommen haben. Zahlreiche Grußworte wurden gesprochen, die jeweils von einem Dolmetscher verständlich gemacht wurden. Dann erklangen die Nationalhymnen beider Völker, und nach der Kranzniederlegung konnte jeder Teilnehmer mit einer Nelke persönlich seine Anteilnahme bekunden.

Dies ist nur ein grober Überblick von den ereignisreichen Tagen (24. - 30.09.2002).

  

Ulrich   G a l a n d i , geb. 1931 in Königsberg/Pr., erlebte die ersten Kindheitsjahre in Königsberg und zog dann mit seinen Eltern nach Berlin. Nach Kriegsende erhielt er eine Ausbildung im Blumen- und Zierpflanzenbau. Es folgte eine Weiterbildung auf der Gartenbauschule Dahlem, mit Abschluß der Meisterprüfung.  Nach 31-jähriger Führung eines Blumengeschäftes zusammen mit seiner Frau, befindet er sich nun im Ruhestand und widmet sich seinen zahlreichen Hobbies, besonders dem Reisen. Seit 1974 machte er viele Reisen nach Ostpreußen und Schlesien.  Die zehn Reisen in den Königsberger Raum erfolgten auf den Spuren seines Großvaters, der als freischaffender Architekt in ganz Ostpreußen unzählige Wohn- und Geschäftshäuser sowie öffentliche Gebäude und Kirchen gebaut hat.

      Über seine Reisen hat er schon zahlreiche Diavorträge gehalten.                                                                                                                                                                                                                      U.Gal.

                                                    

     E i n t r i t t   f r e i !